Ihre IPv4 & IPv6 Adresse
Erkennen Sie sofort, welche IP-Protokolle Ihre Verbindung unterstützt – mit Standort, Latenz und Browser-Details.
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Was ist eine IP-Adresse?
Eine IP-Adresse (Internet Protocol Address) ist die eindeutige numerische Kennung, die jedem Gerät in einem Computernetzwerk zugewiesen wird. Sie erfüllt zwei wesentliche Aufgaben: die Identifikation des Hosts und dessen Lokalisierung im Netzwerk – ähnlich wie eine Postanschrift für physische Pakete.
Ohne IP-Adressen wäre das Internet nicht funktionsfähig. Jeder Datenpakete, der von Ihrem Computer zu einem Server reist, trägt die IP-Adresse des Absenders und Empfängers – so findet die Antwort zuverlässig den Weg zurück.
IP-Adressen werden von der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) verwaltet und über regionale Registrierungsstellen wie dem RIPE NCC (für Europa) an Internetdienstanbieter vergeben.
Öffentliche IP
Ihre öffentliche IP wird Ihnen vom Internetanbieter zugewiesen und ist von außen im Internet sichtbar. Diese Seite zeigt Ihnen diese Adresse.
Private IP
Innerhalb Ihres Heimnetzwerks besitzt jedes Gerät eine private IP (z. B. 192.168.x.x). Diese ist von außen nicht erreichbar und bleibt verborgen.
Statisch vs. Dynamisch
Die meisten Privatanschlüsse erhalten bei jeder Einwahl eine neue dynamische IP. Statische IPs bleiben dauerhaft gleich und werden oft für Server genutzt.
Adressraum
IPv4 nutzt 32-Bit-Adressen – das ergibt rund 4,3 Milliarden eindeutige Adressen. Dieser Pool ist weltweit erschöpft.
Format
Vier Blöcke von je 0–255, getrennt durch Punkte. Beispiel: 203.0.113.42
Einführung
IPv4 wurde 1981 in RFC 791 standardisiert und ist bis heute das am weitesten verbreitete Internet-Protokoll.
IPv4 – Das bewährte Protokoll
IPv4 ist seit Jahrzehnten das Rückgrat des Internets. Die 32-Bit-Adressstruktur ermöglicht rund 4,3 Milliarden eindeutige Adressen – eine Zahl, die bei der Einführung unvorstellbar groß schien, angesichts der Milliarden vernetzter Geräte heute jedoch längst nicht mehr ausreicht.
Um den Adressmangel zu überbrücken, werden Techniken wie NAT (Network Address Translation) eingesetzt: Dabei teilen sich viele Geräte hinter einem Router eine einzige öffentliche IPv4-Adresse. Das funktioniert, hat aber Nachteile für direkte Verbindungen und bestimmte Dienste.
IPv4-Adressen sind in verschiedene Klassen und Sonderblöcke eingeteilt, darunter private Ranges (10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, 192.168.0.0/16) und Loopback (127.0.0.1).
IPv6 – Die Zukunft des Internets
IPv6 wurde entwickelt, um den erschöpften Adressraum von IPv4 zu ersetzen. Mit 128 Bit steht ein Adressraum von ca. 340 Sextillionen Adressen zur Verfügung – genug, um jedem Sandkorn auf der Erde eine eigene IP zu geben.
Neben dem massiv erweiterten Adressraum bietet IPv6 weitere Vorteile: vereinfachtes Routing, integrierte Sicherheit durch IPsec, automatische Adresskonfiguration (SLAAC) und effizientere Paketvermittlung durch simplere Header-Struktur.
Die Adoption schreitet voran: Laut Google-Statistiken erreicht IPv6-Traffic weltweit bereits über 40 %. In Deutschland sind viele der großen Internetanbieter wie Telekom, Vodafone und 1&1 vollständig IPv6-fähig.
340 Sextillionen Adressen
128-Bit statt 32-Bit: Der Adressraum von IPv6 ist 1038 Mal größer als bei IPv4.
Format
Acht Blöcke aus je vier Hexadezimalziffern, getrennt durch Doppelpunkte. Beispiel: 2001:db8::1
Integrierte Sicherheit
IPsec ist fester Bestandteil der IPv6-Spezifikation und ermöglicht verschlüsselte sowie authentifizierte Kommunikation auf Netzwerkebene.
IPv4 vs. IPv6 im Überblick
Die wichtigsten technischen Unterschiede zwischen beiden Protokollen auf einen Blick.
| Merkmal | IPv4 | IPv6 |
|---|---|---|
| Bit-Länge | 32 Bit | 128 Bit |
| Adressraum | ~4,3 Mrd. | ~3,4 × 10³⁸ |
| Schreibweise | Dezimal (Punkte) | Hexadezimal (Doppelpunkte) |
| NAT notwendig | Ja (häufig) | Nein (Ende-zu-Ende) |
| Header-Größe | 20–60 Byte | 40 Byte (fest) |
| IPsec | Optional | Integriert |
| Autokonfiguration | DHCP | SLAAC / DHCPv6 |
| Broadcast | Ja | Nein (Multicast) |
| Fragmentierung | Router & Sender | Nur Sender |
| Einführung | 1981 (RFC 791) | 1998 (RFC 2460) |
Was bedeutet Dual-Stack?
Dual-Stack bezeichnet den gleichzeitigen Betrieb von IPv4 und IPv6 auf einem Gerät oder Netzwerk. In der Übergangsphase zur vollständigen IPv6-Adoption ist Dual-Stack die gängigste Methode, um Kompatibilität mit beiden Protokollgenerationen zu gewährleisten.
Ein Dual-Stack-Gerät besitzt sowohl eine IPv4- als auch eine IPv6-Adresse. Beim Verbindungsaufbau wählt das Betriebssystem mithilfe des sogenannten „Happy Eyeballs"-Algorithmus (RFC 8305) automatisch das schnellere oder verfügbare Protokoll – der Nutzer merkt davon nichts.
Moderne Betriebssysteme (Windows 10+, macOS, Linux, iOS, Android) bevorzugen IPv6, wenn verfügbar, da es für neue Netzwerkarchitekturen effizienter ist.